1902
Gründung des Gesangsvereins “Eintracht”, ein freiwilliger Kirchenchor unter der Anleitung durch den Kirchschullehrer Paul Ruttloff.
1903
Umsetzung der elektrischen Straßenbeleuchtung.
1904
Gründung einer Landeskirchlichen Gemeinschaft in St.Egidien.
1906
Die Wohnhäuser wurden mit elektrischem Licht ausgestattet.
1908
Anlässlich des 425. Geburtstages von Martin Luther wurde ihm zu Ehren eine Eiche hinter die Schule (heutiges Rathaus) gepflanzt.
1912
Am 24. Januar wurde eine Gemeindekrankenschwester eingestellt.
Im selben Jahr erwarb der Turnverein aus eigenen Mitteln den Turnplatz.
1914 – 1919
Aus dem Ersten Weltkrieg kehrten 84 Ortsbürger nicht zurück.
1924
Am 15. August flutet ein Hochwasser St.Egidien.
1925
Bau eines Steges über den Lungwitzbach durch einen örtlichen Fleischermeister und den Besitzer eines Fischgeschäftes. Er erhält scherzhaft die Bezeichnung “Rollmops-Steg”.
Am 18. Juni fand die Grundsteinlegung der neuen Turnhalle statt. Nach 14 Bauwochen wurde am 24. Oktober das Richtfest der heutigen Jahn-Turnhalle gefeiert.
1926
Gründung eines neuen Kirchenchores durch Kantor Friedrich.
Am 30. April wurde die NSDAP-Ortsgruppe gegründet. Strumpffabrikant Walther Wolf galt als besonders eifriger Verfechter der nationalsozialistischen Ideologie.
1929
Am 25. September wurde der Grundstein zum Schulneubau.
1930
Am 21. Juni wurde die neue Schule auf dem Berg eingeweiht.
Am 27. Oktober nahm die Gemeindeverwaltung nach Renovierung der bisherigen Schule ihren Dienst im Rathaus auf.
1934
Erstmals erstrahlte ein Weihnachtsbaum am Rathaus.
1938
In der Nacht vom 13. Mai fand am Platz der Luther-Eiche eine Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten statt.
1939
Am 13. August überflog das Luftschiff “Graf Zeppelin” die Rennstrecke am Sachsenring.
Am 1. September begann der Zweite Weltkrieg. Im Zuge dessen wurde ein Flugmeldedienst auf dem Auersberg eingerichtet, den 12 Männer aus dem Ort bezogen.
1945
Am Nachmittag des 14. Aprils kamen aus Niederlungwitz amerikanische Panzertruppen. Ihnen wurde St.Egidien kampflos übergeben. Am 14. Juni übernahmen die russischen Truppen die Besetzung.
Im Mai des selben Jahres erfolgte die Gründung der SPD-Ortsgruppe durch Paul Schubert und Alfred Wagner.
1947
Am 7. September wurde die erneuerte Kirche eingeweiht.
1950 – 1952
Auf dem Callenberger Territorium wurden Nickelvorkommen entdeckt. Es folgten erste Schürfungen nach Nickelerz.
1952
Am 1. Mai wurde der erste Spatenstich für die Grundsteinlegung der Nickelhütte hinter dem Bahnhof in St.Egidien getätigt. Die Schriftstellerin Maria Langner hielt die Festrede vor 200 Werktätigen.
Im selben Jahr entstehen die ersten Wohnhäuser für die Arbeiter der Nickelhütte.
1954
Vom 7. bis 10 Juli führt Dauerregen zu einer Hochwasserkatastrophe.
1956
Vom 5. bis 9. Juli feiert St.Egidien ein Heimatfest anlässlich seines vermeintlich 1000-jährigen Bestens.
Am 26. November feiert der 140 Meter hohe Schornstein der Nickelhütte sein Richtfest.
1959
Eröffnung der Landambulanz in der Schulstraße (heutige Schulstraße 26).
1960
Am 10. Juli fuhr der erste mit 120 Tonnen Nickelerz beladene Zug zur Nickelhütte.
Im selben Jahr wurde der Schulberg mit Granitsteinen gepflastert.
1963
Am 6. Oktober wurde die Polytechnische Oberschule (Philipp-Müller-Oberschule) in der Schulstraße eingeweiht.
1973
Am 14. Juni wurde der Gemeindeverband der Orte St.Egidien, Kuhschnappel und Lobsdorf gegründet. Später traten auch Hermsdorf und Bernsdorf mit Rüsdorf dem Verband bei.
1979
Am 29. September wurde im ehemaligen Getreidespeicher des Gerth-Gutes eine Heimatstube (heute Heimatmuseum im Gerth-Turm) eröffnet. Der offizielle Zugang für die Besucher begann am 3. Oktober.
1989
Am 9. November wurden die Grenzübergänge geöffnet und die Berliner Mauer fiel.
1990
Am 15. Mai wurde die VEB Nickelhütte umgewandelt in die Industriegesellschaft St.Egidien mbH. Die Nickelproduktion wurde am 12. Oktober endgültig eingestellt.
Am 1. Juli fand die Währungsunion statt. Die alte Währung Mark wurde von der Deutschen Mark abgelöst.
1993
Am 18. September fand das erste Sport- und Spielfest an der Turnhalle statt.
1994
Am 26. Oktober wurde die neue Produktionsanlage der Heraklith AG zur Herstellung von jährlich 26.000 Tonnen Steinwolle eingeweiht.
1996
Am 1. Januar wurde die Gemeinde Lobsdorf und am 1. April die Gemeinde Kuhschnappel zu St.Egidien eingegliedert.