Das Haus ist eines der ältesten Wohnhäuser im Ort, bei dem der ursprüngliche Baustil noch deutlich zu erkennen ist. Es ist ein Umgebindehaus, vor dessen Blockstubenwänden eine Stützkonstruktion, das Umgebinde, steht. Diese trägt das Obergeschoss. Als Erklärung dieser Bauweise ist überliefert, dass der Webstuhl auf ein separates Fundament zu stellen sei, damit die übrigen Bewohner nicht so sehr unter den dauernden Erschütterungen leiden, denn die innere Hauskiste steht in keiner baulichen Verbindung mit dem Obergeschoss.
Als urkundliche Ersterwähnung ist ein Besitzerwechsel vom 12. September 1663 nachgewiesen.
Ab dem 3. August 1885 gehörte es der Familie Petzold (Ferdinand, Johannes, Johannes Jr.). Am 16. Januar 1961 verzichtete Regierungsrat Johannes Petzold Jr. auf sein Eigentum und schenkte das Haus der Gemeinde St. Egidien, welche es bis 1979 zu Wohnzwecken vermietete.
Wegen des an der Straßenfront angebrachten Heimatschutzzeichens, einer Eule, erhielt es den Namen „Eulenhaus“.
Es wird von den Klöpplerinnen als Vereinshaus genutzt.

